Klimaretter per Gesetz – die Wärmepumpe

Gold News vom 16. Januar 2020

Marktgeschehen

Was ist denn mit den Systemmedien los? Plötzlich weisen sie auf das Investieren in Gold hin – als Alternative, um die Negativzinsen zu umgehen. Zusätzlich beschwören sie einen Preisanstieg des Gelben Metalls auf 2.000 Dollar pro Unze, wie N-TV in seinem Artikel „2000 Dollar pro Unze? - Gold steuert auf neues Rekordhoch zu“. Der US-Dollar gehört noch zu letzten großen Welt-Währungen, die bislang noch nicht zu neuen historischen Höchstständen für die Wertanlage Gold geeilt ist. Aber mit $2.000 pro Unze wäre das dann auch der Fall.

Wir sind immer etwas vorsichtig und besorgt, wenn die Systempresse, die ja im Prinzip eher Gold-feindlich gestimmt ist, das Gold so lobt.

Nach unserer Schätzung liegen in Gold nur durchschnittlich ein Prozent der Vermögenswerte der Deutschen. Deshalb teilen wir überhaupt nicht die Art des Schreibstils, der sich die Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN) bemächtigen. Dort heißt es im Artikel „Deutsche misstrauen der Geldpolitik, bunkern Bargeld und Gold“ wie folgt: „Tresorhersteller und Anbieter von Schließfächern verzeichnen eine extreme Nachfrage. Denn in dem Bemühen, ihr Vermögen vor den Folgen der Geldpolitik zu sichern, horten die Deutschen nie dagewesene Mengen an Bargeld und Gold.“ Da könnte man fast auf die Idee kommen, dass die Deutschen weit mehr als zehn Prozent ihres Vermögens in physischem Gold halten. Aber das ist völlig illusorisch. So schreibt der Geschäftsführer eines der größten Gold-Handelshäuser in Deutschland: „MAN [sollte] JE NACH RISIKONEIGUNG RUND FÜNF BIS 15 PROZENT DES GESAMTVERMÖGENS IN PHYSISCHEN EDELMETALLEN HALTEN“. Und diese Empfehlung gilt nur für die Kunden dieses Hauses.

Gold ist und bleibt wie Silber ein Nischen-Investment. Sonst wäre der neue SPD-Co-Vorsitzende und ehemalige NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans schon längst auf eine Art Goldwertzuwachs-Steuer gekommen. Solange die Bürger nicht im Umfang von zwei- bis dreistelligen Milliarden-Beträgen ihre Konten plündern, um physisches Gold zu kaufen, bleibt Gold etwas für Insider.

Viel bedeutsamer im Artikel ist die folgende Aussage: „In den letzten Jahren ist Gold im Wert von vielen Milliarden Dollar auf mysteriöse und unerklärliche Weise aus den offiziellen Aufzeichnungen verschwunden“. Das hängt jetzt als goldene Halskette um die indischen Bräute, die sich zur Hochzeitssaison massiv mit Gold beschenken lassen. Oder liegt als Investment bei den Chinesen rum. Wieviel Gold wirklich noch in den Zentralbankkellern der FED, der Bundesbank, der Banca d’Italia und der Banque de France liegen, kann sowieso keiner mehr nachprüfen. Es ist nämlich eines der bestens gehüteten Staatsgeheimnisse. Selbst über iranische oder nordkoreanische Atomanlagen findet man mehr Information, als über die echten Goldbestände der westlichen Zentralbanken.

Gold & Gesellschaft

Demokraten sind pfiffig. Sie tricksen physikalische Gesetzmäßigkeiten – sogenannte Axiome – einfach durch Verordnungen aus. So schreibt die neue Fassung der Energiesparverordnung die Erstellung von Niedrigstenergiehäusern – man beachte den kategorischen Imperativ niedrigst als höchste Steigerungsform von niedrig – vor, die wiederum technisch gesehen nur noch mit der Wärmepumpen-Technologie beheizt werden können. Denn man will Heizöl-Öfen und Erdgasheizungen aus den deutschen Haushalten per Verordnung verbannen. Und für den Altbaubestand gibt es eben die CO2-Klimasteuern, die das Heizen über die Jahre unbezahlbar machen sollen.

Am Ende lässt sich die Physik mit ihren Gesetzmäßigkeiten nicht betrügen. Denn die kümmert sich nicht um die Klimakatastrophen-Rhetorik von Politik und interessierten Kreisen. Das merkt bloß die durch jahrzehntelange staatliche Schulbildung verblödete Demokratte natürlich erst dann, wenn die Rechnung für die Stromkosten im Briefkasten liegt.

Die WELT berichtet über einen solchen Fall in ihrem Artikel „Der teure Wahnsinn mit den Wärmepumpen“ anhand eines konkreten Falls: „Nils Schneider hatte es so gut gemeint. In seinem Einfamilienhaus im Berliner Norden, 147 Quadratmeter, Baujahr 2011, sollte ab sofort eine Wärmepumpe dafür sorgen, dass es seine vierköpfige Familie im Winter schön warm hat. […] Doch die Beispielrechnung erwies sich als Fantasie-Gebilde. Statt wie berechnet 550 Euro zahlt Schneider heute fast 1300 Euro im Jahr für Strom. Zum einen, weil der Verbrauchspreis gestiegen ist, zum anderen, weil der Verbrauch doppelt so hoch liegt wie erwartet. 4500 Kilowattstunden zieht die Anlage jedes Jahr aus dem Stromnetz, den Großteil in den vier Wintermonaten.

4.500 kW/h allein für die Wärmepumpe bedeutet praktisch eine Verdopplung der Stromkosten für eine typische 4-Kopf-Familie. Und das bei der Vorgabe der Politik, den Stromverbrauch weiter senken zu wollen. Aber auch ein Merkel-treuer Durchschnittsbürger ist noch nicht völlig verblödet: „„Außerdem ist mir mittlerweile klar, dass der benötigte Strom im Winter größtenteils von Kohlekraftwerken geliefert wird“, sagt Schneider“. Was für eine Erkenntnis, da es gerade im Winter praktisch keinen Strom aus Photovoltaik gibt und weniger Energie aus Windkraft produziert wird. Verbleiben - mit den in Abschaltung befindlichen Kernkraftwerken - nur noch Kohle- und Erdgaskraftwerke.

Aber die Trickserei ist noch viel fieser, als vermutet. Mit einem per Verordnung vorgeschrieben Primärenergiefaktor wird die Wärmepumpe gesund gerechnet. Um konventionelle Heizformen aus dem Rennen zu werfen, werden sie mit Faktoren oberhalb von 1,0 bewertet; Heizöl z.B. mit 1,4 und Erdgas mit 1,1. Eigentlich müsste die mit Mischstrom betriebene Wärmepumpe mit dem Faktor 1,8 bewertet werden, denn selbst ein hochmodernes Kohlekraftwerk vermag den Primärenergie-Träger nur zu 40 Prozent in Strom umzuwandeln.

Wird sie aber nicht: 0,8 lautet der Faktor für den Strom, den die Wärmepumpe verbraucht.

Dann bleibt eben nur noch das Frieren übrig: 19 Grad anstatt 22 Grad müssen halt reichen. Denn sonst verbraucht die Wärmepumpe unnötig viel Strom. Und da wir uns sowieso in Richtung Sozialismus mit einer durch staatliches Angebot anstatt konkreten Bedarf orientierten Wirtschaft hin bewegen, ist dann doch wieder alles in Ordnung.

Marktdaten

EUR/USD 16.01.20 Kurs / Delta in Prozent
Gold 0,8977 1.549,90 USD 1.391,35 EUR  
  -0,66 EUR 0,0%
Silber 0,8977 17,90 USD 16,07 EUR  
  0,00 EUR 0,0%
Au/Ag   86,6  
[ratio]   -0,1 -0,1%
Platin 0,8977 998,00 USD 895,90 EUR  
  -14,53 EUR -1,6%
Palladium 0,8977 2.213,00 USD 1.986,61 EUR  
  4,44 EUR 0,2%
NIKKEI225 kein Handel 23.936,75  
  23,43 0,1%
DAX30   13.428,35  
  7,19 0,1%
S&P500 19:30 Uhr 3.307,38  
    16,79 0,5%

Kommentare zu diesem Thema

Geschrieben von GAST am 19.01.2020 21:18 Uhr

So gut wie alle Geldausgaben zum vermeintlichen Geldsparen rechnen sich nicht, weder nach fünf Jahren noch nach dreißig Jahren. Also können sie wegen Unwirtschaftlichkeit unterbleiben. Doch genau dieser in der Verordnung dem Bauherrn zugestandene Umstand wird selbigem verschwiegen. Man will ihm ja schließlich sein Geld aus der Tasche ziehen. Dumm ist nur, wenn jemand so verblödet ist, dass ihm das Denken und Rechnen vergangen ist. Da helfen auch keine Pillen! Vielleicht regelt das irgendwann ein Darwin-Award ... https://www.dz-g.ru/Energiewirtschaft

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