Panik auf der Titanic

Gold News vom 14. Oktober 2019

Gold & Gesellschaft

Es muss helle Panik in der Politik herrschen. Die Industriegesellschaft bricht nämlich derzeit in einem Tempo zusammen, welches selbst die Politiker nicht erwartet hätten. Symptomatisch für dieses kopflose Vorgehen ist der Versuch des Bundesrats, die bislang schon sehr restriktive Geldwäsche-Richtlinie für Gold anonym kaufen – die Grenze von derzeit 10.000 Euro soll im Jahr 2020 auf 2.000 Euro reduziert werden – weiter auf nur noch 1.000 Euro zu begrenzen, wie die Pressemitteilung des Bundestags vom 11. Oktober 2019 ausführt. Mit der folgender Begründung: „Zwar sei die Verringerung des Schwellenwertes von 10.000 auf 2.000 Euro ein Signal in die richtige Richtung, dürfte aber in der Praxis genauso unwirksam gegen Geldwäsche sein wie die bisherige Schwelle von 10.000 Euro, da die Barzahlung nach wie vor bei der üblichen Handelsgröße von einer Unze (über 1.000 Euro) beliebig in anonyme Rechnungen gestückelt werden könne. Der Bundesrat verlangt eine Absenkung des Schwellenwertes auf 1.000 Euro. Damit würde erreicht, dass die Aufstückelung der Barzahlung auf unterhalb des Schwellenwertes von 1.000 Euro liegende Goldmünzen wirtschaftlich uninteressant wäre, da dafür überproportionale Prägekosten anfallen würden“.

Man möchte also die finanzielle Grenze dicht machen für den Kauf einer Standard Ein-Unzen-Goldmünze wie den Krügerrand, den Philharmoniker und den Maple Leaf, um nur die bekanntesten Investment-Münzen zu nennen.

Keiner hat die Absicht, eine Mauer zu errichten! Denn die Begründung für diese Knebelregelung ist aus der Sicht der Politik schon einleuchtend: Die kleineren Münzen haben höhere Prägekosten und der Investor bekommt damit weniger Gold für sein Geld. Wenn der Markt überhaupt in der Lage sein sollte, solche kleinen Münzen in größerer Stückzahl zur Verfügung zu stellen.

Noch mehr Gold bekommt der Kunde bei unserem 100 Gramm Investment-Goldbarren von Valcambi. Da wird lediglich ein Aufschlag von 1,5 Prozent gegenüber dem offiziellen Papier-Goldpreis an den internationalen Märkten fällig. Und das bei fabrikfrischer Ware – also aus Erster Hand.

Auch der Wunsch der Politik, die Einwanderer in Arbeit zu bringen, scheint erstmal gescheitert zu sein. Schließlich gibt es inzwischen schon viel zu viele Transport-Dienstleister mit immer mehr niedrig qualifizierten Fahrer, die zum Teil Kleinst-Pakete ausliefern. Wie deren Geschäftsplan funktionieren soll, war uns von Anfang an nicht klar. Jedenfalls berichtet der FOCUS über das Sterben dieses Sektors: „Folge der Konjunkturdelle: Mehr als 30.000 Flüchtlinge haben ihren Job verloren“. Lustig, dass selbst der FOCUS auf die politische Korrektheit seiner Aussagen achtet. Denn von einer „Konjunkturdelle“ können wir weiß Gott nicht reden, wenn die Wirtschaft derzeit kollabiert.

Wir leben in spannenden Zeiten. Vermögenssicherung für große Geldbeträge zu betreiben, wird immer schwieriger.

Marktdaten

KW42 EUR/USD 14.10.19 Kurs / Delta in Prozent
Gold 19:30 Uhr 0,9064 1.492,80 USD 1.353,07 EUR  
  9,99 0,7%
Silber 19:30 Uhr 0,9064 17,65 USD 16,00 EUR  
  0,17 1,1%
Au/Ag 19:30 Uhr   84,6  
[ratio]   -0,3 -0,3%
Platin 19:30 Uhr 0,9064 893,00 USD 809,42 EUR  
  -0,46 -0,1%
Palladium 19.30 Uhr 0,9064 1.694,00 USD 1.535,44 EUR  
  14,44 0,9%
NIKKEI225 7:00 Uhr   21.776,34  
  0,00 0,0%
DAX30 17:30 Uhr   12.482,09  
  -14,25 -0,1%
S&P500 22:00 Uhr 19:30 Uhr 2.966,36  
    -16,04 -0,5%

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