Totale Marktpanik

Gold News vom 28. Februar 2020

Marktgeschehen

Die WELT spricht schon von einem Blitz-Crash und bemüht den massiven Einbruch der Aktienmärkte im Jahr 1987, um von einem Schwarzen Montag zu sprechen. Damals fielen die Kurse des Dow Jones Industrial Average um mehr als 20 Prozent innerhalb eines Tages. Davon sind wir aber heute weit weg - mit wenigen Prozent-Punkten des Einbruchs.

So verlor der japanische NIKKEI vier Prozent im Laufe des Tages und zehn Prozent in der ganzen Woche. Der DAX gab knappe fünf Prozent nach und verlor im Laufe dieser Woche knapp 13 Prozent seines Wertes. Aus diesem Grund wurde auch damals die Working Group of Financial Markets – kurz das Pludge Protection Team oder PPT – gegründet, um unter Leitung des Präsidenten in die Märkte eingreifen zu können. Was damals als Notknopf gedacht war, wurde die letzten Jahre öfters mal dazu verwendet, um die Märkte in eine für die Politiker günstige Richtung zu manipulieren.

Dieses Team war heute sehr aktiv – das konnte man an der Kursentwicklung im Tagesverlauf beobachten. Vor allen Dingen war es aktiv bei der plötzlichen Panik, die sich an den Edelmetall-Märkten entwickelte. Plötzlich wurde Gold eben nicht mehr als Krisenmetall eingestuft, sondern folgte in seinem Abwärtstrend den Aktien-Indices. Noch krasser erging es dem Silber, das mehr als 5 Prozent seines Wertes verlor.

Zusätzlich scheint die Türkei auf eines Krieg in Syrien hinzusteuern. Der Gegner wäre am Ende Russland und Erdogan droht bereits heftig mit der NATO-Beistandsklausel. Die NZZ meldet: +++ Nach dem Luftangriff auf türkische Truppen ist die Lage in Idlib hochexplosiv. So nahe waren die Türkei und Russland einer direkten Konfrontation seit Jahren nicht mehr +++

Und wenn die NATO nicht nach den Wünschen Erdogans spuren würde, würde die Türkei die Grenzen für die Syrer Richtung Europa öffnen. Inklusiv der Flüchtlinge, die aus besonders vom Corona-Virus betroffenen Ländern wie dem Iran kämen.

Das war aber noch nicht alles, um den Ernst der Lage zu beschreiben. Im Notfall müssten knappe, lebenswichtige Güter rationiert werden“, sagte Holtemöller in der WELT. Er ist stellvertretender Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Das ist geradezu eine Aufforderung an die völlig verunsicherte Bevölkerung, mit Hamsterkäufen zu beginnen.

Fast am Rande kommt dann noch die folgende Nachricht: „Ab Montag kann es für die deutsche Autoindustrie eng werden.“ Denn dann fehlen der Autoindustrie wichtige Teile, die aus China kommen. Es droht ein Fertigungs-Stillstand von 6 Wochen. Alles unter der Annahme, dass China demnächst wieder seine Produktion aufnähme und die Teile dann auch über die entsprechenden Transportwege ihren Weg nach Deutschland finden würden.

Marktdaten

EUR/USD 28.02.20 Kurs / Delta in Prozent Vorwoche in Prozent
Gold 0,91 1.564,10 USD 1.423,33 EUR      
  -70,76 EUR -4,7% -92,12 EUR -6,5%
Silber 0,91 16,45 USD 14,97 EUR    
  -1,13 EUR -7,0% -2,08 EUR -13,9%
Au/Ag   95,08    
[ratio]   2,3 2,5% 6,2 6,5%
Platin 0,91 857,00 USD 779,87 EUR    
  -41,58 EUR -5,1% -115,15 EUR -12,4%
Palladium 0,91 2.452,00 USD 2.231,32 EUR    
  -243,05 EUR -9,8% -165,52 EUR -6,9%
NIKKEI225   21.060,76    
  -894,16 -4,1% -2.327,38 -10,0%
DAX30   11.807,43    
  -574,92 -4,6% -1.759,64 -12,8%
S&P500 19:30 Uhr 2.918,83    
    -152,75 -5,0% -418,78 -12,4%

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