Wir lieben Lebensmittel – aber nicht unsere KUNDEN

Gold News vom 7. Mai 2019

Marktgeschehen

Kaum hat Juso-Chef Kevin Kühnert die Enteignung von BMW gefordert, da kommt fast zeitgenau die folgende Meldung in der FAZ: „Umsatz sinkt : BMW macht Verlust im Autogeschäft“.

Spurlos können die massiven Angriffe der Politik auf das Kernstück der deutschen Autoindustrie schließlich nicht von Statten gehen. Man hofft seitens des Bundeswirtschafts-Ministerium auf eine Belebung durch das chinesische Deficit Spending. Aber die Chinesen haben viel größere Probleme mit ihrem Haupt-Exporteur, den USA, und fahren schon seit Monaten ihre Importe massiv herunter, damit das Außenhandels-Saldo nicht in die Verlustzone fährt.

Beim Gold versuchen die Marktteilnehmer, die auf einen sinkenden Goldkurs spekulieren, den Preis der Feinunze nach unten zu treiben: $1.281 - $1.278 - $1.284 sind die drei Marken, die den heutigen Tag charakterisieren. Das ist zwar nicht die Zick-Zack Formation der letzten Woche, wo sich Käufer mit physischen Gold beim Erreichen eines bestimmten Preislevels eingedeckt haben. Aber jeder Drückungsversuch scheint auf Widerstand zu stoßen.
Im Gegensatz zum Gold mussten die drei anderen Edelmetalle Federn lassen – insbesondere Palladium, das jetzt mit der Marke von $1.300 kämpft und sich wieder an den Preis von Gold annähert.

Die drohende Eskalation im Zollstreit zwischen USA und China sorgt für einen Kursrutsch an der Börse. Alle drei von mir beobachteten Indices sind zum Teil kräftig gefallen.

Gold & Gesellschaft

Der Werbe-Spot von EDEKA zum Muttertag hat seine Wirkung nicht verfehlt – er hat ein hohes Maß an Aufmerksamkeit errungen. Allerdings nicht mit dem gewünschten Ziel.

Wie man eine Zielgruppe abhält, eine Marke zu kaufen, hat neulich der Ober-Grüne Robert Habeck gezeigt. Er äußerte laut einem Artikel: "Staat soll entscheiden, was moralisch richtig ist: Habeck fordert Ende der „Konsumenten-Demokratie“.

Die Werbetreibenden von EDEKA haben die Botschaft Habecks verstanden und gleich in einen konkreten Spot verpackt: Die Konsumenten sollen nicht nach der Devise „Wir leben Lebensmittel“ selbstständig über ihr Einkaufsverhalten entscheiden dürfen – sondern es sollen sogenannte Anti-Konsumenten geschaffen werden, die man nicht haben möchte – in diesem Fall die Väter.

Na gut, Freiheit und Selbstverantwortung für sein Leben steht den Deutschen sowieso nicht gut zu Gesicht. Deshalb treffen die Äußerungen Habecks und des EDEKA-Spots schon die richtige Stimmung: Die Bürger haben zu über 90% eine Scheiß-Angst vor der Freiheit. Denn Freiheit bedeutet auch Selbst-Verantwortung für sich und sein Leben. Freiheit zu entscheiden, was ich konsumiere und wer mein bevorzugter Lieferant ist: Also nicht die Nachfolger der Roten Khmer und auch nicht diejenigen, die zwar Lebensmittel lieben, aber nicht ihre Kunden.

Am Ende wird der Aha-Effekt seine Wirkung verfehlen: Die Masse will die bedingungslose Stall-Fütterung mit einem Raum, wo man ab-und-zu seine Triebe ausleben kann. Dabei soll der Staat nicht nur füttern, sondern auch bestrafen dürfen. Nach Maßstäben, die eine elitäre Kaste bestimmt.

Wenn den Bürgern die Freiheit und die Selbstverantwortung für ihr Leben genommen werden soll, wozu brauchen wir dann überhaupt noch die Demokratie? --- Gar nicht, denn die Demokratie ist nur ein potemkinsches Dorf, hinter dem sich die perfekte Diktatur verbirgt, die die Bürger in ein perfektes Wohlfühl-Traumata versetzt.

Für die Väter heißt dieses Traumata: Wir sind hässlich, empathielos und grausam – aber unser Geld nehmen die Mütter, EDEKA und der Staat trotzdem gerne: In einer Form des modernen Ablasshandels also. Und wehe, der weiße Mann und Vater hört auf zu zahlen.

Marktdaten

EUR/USD 07.05.19 Kurs / Delta in Prozent
Gold 0,8945 1.284,00 USD 1.148,54 EUR  
  5,08 EUR 0,4%
Silber 0,8945 14,86 USD 13,29 EUR  
  0,01 EUR 0,1%
Platin 0,8945 868,00 USD 776,43 EUR  
  -4,97 EUR -0,6%
Palladium 0,8945 1.307,00 USD 1.169,11 EUR  
  -1,19 EUR -0,1%
NIKKEI225   21.920,12  
  -337,35 -1,5%
DAX30   12.075,39  
  -206,56 -1,7%
S&P500 19:30 Uhr 2.872,62  
    -44,87 -1,5%

Kommentare zu diesem Thema

Geschrieben von GAST am 08.05.2019 08:40 Uhr

Liebe Kollegen, der Chefenteigner von den Jusos heißt nicht Kleinert, sondern Kühnert. Das macht aber nichts, im Gegenteil: dass Ihr ihn nicht kennt, macht Euch umso sympathischer. Mit kollegialen Grüßen, Heinz-Wilhelm Bertram, Dipl.-Journ.

Geschrieben von GAST am 09.05.2019 19:24 Uhr

Danke für den Hinweis.

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