Zeitliche Präferenz - oder Gold kann man nicht essen

Gold News vom 26. März 2019

Marktgeschehen

Der japanische NIKKEI konnte heute früh wieder 2% zulegen, nachdem er gestern wegen Rezessions-Ängsten um 3% nachgegeben hatte.

Neben dem klassischen Manipulations-Muster bei Gold mittels Anhebung des US-Dollar Kurses gegenüber dem Euro scheint es einen Zusammenhang zwischen starken NIKKEI-Kursen und einem schwachen Goldpreis zu geben.

Jedenfalls bestätigte sich heute erneut dieser Zusammenhang. Devisenkurs-Paare wie USD und EUR lassen sich in Absprache zwischen den beteiligten Notenbanken FED und EZB quasi ohne Hindernis manipulieren. Die eine Notenbank stellt dabei Liquidität zur Verfügung, während die andere Liquidität abbaut. Da eine Notenbank beliebig viel Liquidität ihrer eigenen Währung einspritzen kann, vernichtet die andere die Liquidität in der eigenen Währung: Schon sinkt der Devisenpreis der Währung, die mit einem Liquiditäts-Plus gegenüber der Währung, die mit einem Liquiditäts-Minus aufwartet. Da kann kein noch so starker Finanz-Investor gegen anstinken.

Mit Rezessions-Indikatoren, die gerade heute von Goldman Sachs als falsch bezeichnet wurden, und der prekären Situation der Notenbanken, die weder eine Zinssenkung noch einen Verkauf der von der Notenbank gehaltenen Staat- und Firmen-Anleihen verkraften, darf man keine großen Sprünge beim Gold nach oben erwarten.

Der US-Kongress hat heute in einer 248-181 Entscheidung die notwendige 2/3-Mehrheit nicht zustande gebracht, um das Veto von Donald Trump gegen den Versuch, den nationalen Notstand mit einer Gesetze-Initiative im Senat und Repräsentantenhaus aufzulösen.

Kurz nach dem Muller-Bericht, der den Präsidenten keine Einmischung Russlands in den Präsidentschafts-Wahlkampf nachweisen konnte, ist ein zweiter Damm der Demokraten gebrochen.

Wir werden sehen, was sich der Deep State noch für Mittel ausdenken wird, um den Präsidenten in seinem Agieren blockieren zu können.

Gold & Gesellschaft

„Der Feind [Napoleon] kam immer näher an Moskau heran; die Auffassung der Moskauer über ihre Lage wurde aber keineswegs ernster, sondern im Gegenteil nur noch leichtsinniger, so wie das immer bei Menschen der Fall ist, die eine große Gefahr heranziehen sehen. […] Schon lange hatte man in Moskau kein so lustiges Leben geführt, wie in diesem Jahr.“ ["Krieg und Frieden" - Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi]

Was hat das jetzt mit unserem heutigen Thema zu tun? – Viel, denn es zeigt, wie irrational sich Menschen in Krisen verhalten; und wie stark sie dieses Thema für sich verdrängen.

Wir haben in Deutschland auch eine existenzielle Krise, ausgelöst durch Angela Merkel im Herbst 2015 – den Islam. Und je näher uns dieser Gegner auf die Pelle rückt, desto leichtsinniger werden wir. Oder lassen uns zu solchen Aussagen wie im heutigen Titel verleiten.

Während die einen schon innerlich kapituliert haben und sich als Mätressen den Eroberern anbieten, versuchen die anderen, den Kampf zu suchen. Aber der kluge Feldherr – wie damals der russische Oberbefehlshaber vor den Toren Moskaus – meidet die Entscheidungsschlacht, die am Ende nur zur Vernichtung der restlichen eigenen Truppen geführt hätte.

Der „strategische Rückzug“ erscheint mir aus heutiger Sicht als die bestmögliche Strategie. Dabei genießen Themen wie die eigene Versorgungs-Sicherheit und die persönliche Sicherheit zwar eine hohe Priorität. Man kann sich aber sicher sein, dass der Staat hier gegen den Bürger und für die Invasoren aktiv werden wird.

Der wunde Punkt bei diesem Staat und den an seinen Zitzen saugenden Befehlsempfängern ist jedoch die einfache Tatsache, dass der Staat selbst keine Werte erzeugen kann und von der Arbeit bzw. den Steuern Dritter abhängig ist.

Das Ziel muss also sein: Möglichst schnell und umfassend aus allen Anlageformen, die diesen Staat ausmachen, zu flüchten. Und wenn man Angst um sein eigenes Leben haben sollte, dann sollte man den Weg seines Vermögens gehen: Raus aus dem Staat – und raus aus Deutschland.

Im Gegensatz zu Russland fehlt uns nämlich etwas wichtiges: Der Raum für den geordneten Rückzug. Der Raum, aus dessen Tiefe man wie damals die Grande Armée der Franzosen schlagen konnte. Nicht mittels einer großen Schlacht, denn die kam erst im Herbst 1813 bei Leipzig.

Marktdaten

EUR/USD 26.03.19 Kurs / Delta in Prozent
Gold 0,8864 1.316,20 USD 1.166,68 EUR  
  -1,35 EUR -0,1%
Silber 0,8864 15,41 USD 13,66 EUR  
  -0,05 EUR -0,4%
Platin 0,8864 857,00 USD 759,64 EUR  
  3,80 EUR 0,5%
Palladium 0,8864 1.523,00 USD 1.349,99 EUR  
  -20,43 EUR -1,5%
NIKKEI225   21.410,14  
  432,40 2,1%
DAX30   11.421,00  
  68,37 0,6%
S&P500   2.808,27  
19:40   13,85 0,5%

Kommentare zu diesem Thema

- Noch kein Kommentar vorhanden -

zurück zur Liste Kommentar schreiben