Zentralbanker - Planwirtschaftler - Inflationisten - Geldzerstörer

Gold News vom 3. April 2019

Marktgeschehen

Mit einer unmittelbar bevorstehenden Einigung zwischen den USA und China in ihrem Handelskonflikt treibt man schon mehrere Wochen die Aktienmärkte hoch, die im 4. Quartal 2018 eingebrochen sind. Inzwischen hat der S&P500 wieder sein Niveau vor der Abwärtsbewegung erreichen können.

Bei den USA kann man durchaus optimistisch sein, denn der Wirtschaft dort geht es auf den ersten Blick noch gut. Die FED suggeriert dem Markt, dass man mit Zinssenkungen verhindern werde, dass es zu einer Rezession kommt. Und die Märkte glauben daran.

Ganz anders sieht das vor allen Dingen in Europa aus. Da zeigen die vorlaufenden Indikatoren – insbesondere der Einkaufsmanager-Index - eine massive Rezession an, die sich wohl im 3. Quartal 2019 in konkreten Zahlen darstellen wird. Aber auch hier versucht man, mittels des steigenden DAX Optimismus zu verbreiten, wo doch äußerste Vorsicht angemessen wäre. Die deutsche Industriepolitik zu Lasten der Hauptträger der Realwirtschaft tragenden Autoindustrie, der Energiebranche sowie der chemischen Industrie nebst den Industriezweigen, die auf kontinuierliche Stromversorgung angewiesen sind, bläht zwar den Staats-Apparat mächtig auf; aber diejenigen, die die Steuern erst einmal im harten Wettbewerb erwirtschaften müssen, werden konsequent kaputt gemacht. Schließlich ernähren Pfaffen und Beamte kein Volk, wie Johann Gottfried Herder damals schon feststellte.

Was sich der DAX von dem Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank erwartet, ist auch nur eine Illusion. Es sei denn, man transferiert die dortigen Mitarbeiter so wie den Atommüll von den großen Energieversorgern RWE und EON zu den Steuerzahlern. Weitere hohe zweistellige Milliardenbeträge für Abfindungszahlungen – das sollte doch kein Problem für unseren „reichen“ Staat sein?

So sehen wir also zum Beginn des 2. Quartals ein Strohfeuer an den Aktienmärkten, das spätestens nach der Sommerpause verglimmen wird. Oder hofft man, die „Asset Bubble“ der Aktien- und Immobilien-Märkte mit einem mit Gewalt durch die EZB durchgedrückten Inflationsziel von über 2,5 % doch noch für längere Zeit aufrecht erhalten zu können?

Gold & Gesellschaft

„Der Kapitalismus habe über den Sozialismus gesiegt“, hieß es landauf/landab nach dem Zusammenbruch des Ostblocks Ende der 90er-Jahre. Aber die Freude über die neu erkämpfte Deutsche Mark währte bei den Deutschen in der DDR nicht lang: Schließlich folgte auf die DM die Gemeinschafts-Währung Euro. Und mit dem Euro wurde eine supranationale Zentralbank in den Sattel gesetzt.

Gut – im Gegensatz zu den ehemaligen Ostblock-Staaten war die Währung zwar konvertierbar. D.h. man konnte sich das kaufen was man wollte; vorausgesetzt natürlich, man verfügt über das entsprechende Geld. Aber der Euro sollte Staaten wie Deutschland, Spanien, Italien und Griechenland gleich machen, die eine unterschiedliche Unternehmens- und Arbeits-Kultur besaßen.

Beispiel Inflation & Zinsen: Die war in Deutschland niedrig und in Ländern wie Italien und Griechenland historisch hoch. Doch mit dem Euro konnten sich die Menschen dort plötzlich zu quasi deutschen Zinssätzen verschulden. Was folgte, war ein explodierender Immobilien-Markt, der im Rahmen der Finanzkrise 2008 den ganzen Immobilienmarkt dieser Länder zertrümmert hätte.

Aber Scheitern zählt nicht zu den erlaubten Ergebnissen der planwirtschaftlichen Europa-Politik, die das Lebens-Niveau aller Staaten – auf hohem Niveau versteht sich – nivellieren wollte. So konnte mit massiven Krediten der EZB, Bürgschaften vor allen Dingen Deutschlands und Null-Zinsen der Bürger in diesen Ländern vor dem Totalverlust seines Immobilienbesitzes bewahrt werden. Ebenso wie im Japan der 90er-Jahre, die das Land in eine langjährige Stagflation trieb.

In Europa führte diese Entwicklung dazu, dass die Industrien Italiens, Griechenlands und Spaniens zunehmend ihre Kunden gegen die deutsche Industrie verloren.

Nachdem man trotz der Nullzinsen keinen nachhaltigen Wirtschaftsausschwung produzieren konnte, versucht man es jetzt, mittels geplanter Inflation, die Unternehmen und Bürger in Kredite zu treiben.

Am Ende wird dann die völlige Geldzerstörung stehen, die wie im Deutschen Reich 1923, in Simbabwe und in Venezuela zum Totalverlust der Ersparnisse führen wird. Diesmal wird sich allerdings kein Staat finden, der die Ersparnisse der DDR-Bürger in eine wertbehaftete Währung transferierte – das müssen wir schon selbst in die Hand nehmen. Z.B. mittels der Umschichtung des Vermögens von Papierwerten in physisches Gold.

Es droht, dass sich BRD- und DDR-Bürger das gleiche Schicksal teilen werden müssen. D.h. der Verlust der Rentenansprüche und der Sparvermögen. Zumindest für die Renten- und Pensions-Ansprüche ist den Bürgern bereits jetzt schon der rettende Weg in das physische Gold verbaut. Es bleiben die Wenigen, die über ein hohes Sparvermögen verfügen – die sollten jetzt langsam handeln. Ansonsten schmelzen ihre Sparvermögen genauso dahin, wie ihre Renten- und Pensions-Versprechen.

Marktdaten

EUR/USD 03.04.19 Kurs / Delta in Prozent
Gold 0,8899 1.290,40 USD 1.148,33 EUR  
  -3,88 EUR -0,3%
Silber 0,8899 15,09 USD 13,43 EUR  
  -0,02 EUR -0,1%
Platin 0,8899 865,00 USD 769,76 EUR  
  13,65 EUR 1,8%
Palladium 0,8899 1.385,00 USD 1.232,51 EUR  
  -27,98 EUR -2,2%
NIKKEI225   21.705,53  
  207,97 1,0%
DAX30   11.958,83  
  199,74 1,7%
S&P500   2.880,40  
19:35   14,88 0,5%

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