Cash Flow Squeeze der Boomer-Generation

Gold News vom 26. Februar 2026

Gold & Gesellschaft

Mit der [bereits erfolgten oder bevorstehenden] Verrentung der Boomer-Generation kommen nicht nur erhebliche Belastungen auf die Gesetzliche Rentenversicherung zu. Sondern die Zeit als Rentner könnte sich für Viele als eine finanzielle Katastrophe herausstellen.

34 % der Ausgaben älterer Menschen entfallen auf die Miete, und etwa 60 % der Deutschen über 65 sind Mieter; viele sind dadurch steigenden Mieten ausgesetzt, anders als Hausbesitzer in Osteuropa, wo Immobilien als „unsichtbare zweite Rente“ dienen.

Diese ‚zweite Rente‘ ist nicht nur ‚unsichtbar‘. Sondern auch noch steuer- und sozialversicherungsfrei.

Bezieht man neben der Gesetzlichen Rente, die mit jährlich 19.138 € nur einen Teil der geschätzten Lebenshaltungskosten für über 60-Jährige (28.663 €) abdeckt, noch eine Betriebsrente oder sonstige Private Rente, so gehen von den versprochenen Leistungen noch ungefähr 1/3 für Steuern und den mit dem kombinierten Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Betrag belasteten Beitrag zur Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ab.

Das vielerorts verwendete Bashing gegen die mit dem Nachteil der Immobilität verbundenen abbezahlte Eigentums-Wohnung muss nun die persönliche Cash Flow Bilanz im Renten-Alter standhalten.

Und das tut sie nicht, wie die folgende Rechnung zeigt: „Ein Mann hat 500.000 Euro Cash. Kauft davon ein Eigenheim, wohnt bis ans Lebensende mietfrei. Beim aktuellen Mietniveau ist das pro Monat ~2.100 Euro wert. Oder er kauft davon Dividendenaktien, kassiert 5% Ausschüttungen, sind ~2.100 Euro / Monat. Die eingesparte Miete ist steuerfrei. Die ausgeschütteten Dividenden müssen mit 25% Kapitalertragssteuer + Soli versteuert werden. Pro Jahr immerhin 6.600 Euro Differenz. Wird in Mieten vs. Kaufen Rechnungen gerne vergessen.

Dafür muss man nicht den ausbezahlten Teil seiner gesetzlichen und privaten Rente, die netto meist weniger als 50% der alten Netto-Bezüge während des Arbeitslebens ausmachen, für Mietzahlungen aufwenden.

Solche Cash Flow Betrachtungen unter Berücksichtigung von Netto-Beträgen – d.h. mit Abzug von Steuern und Sozialversicherungs-Beiträgen – anzustellen, wird für die Boomer-Generation zunehmend zur Existenzfrage.

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