Es stehen nur 9 Mahlzeiten zwischen Menschheit und Anarchie

Gold News vom 16. Mai 2019

Marktgeschehen

Die gestrige Reaktion des DAX auf die bis zu 6-monatige Aussetzung von Strafzöllen auf europäische Autos und Autoteile war etwas verfrüht. Wer Trump kennt weiß, dass da noch ein Pferdefuß kommen würde. Darüber berichtet heute das Handelsblatt in seinem Artikel „Trump will der EU offenbar Autozölle-Ultimatum setzen“. So schreibt die Zeitung: „Wie „Bloomberg” in der Nacht zum Donnerstag berichtete, will Trump binnen einer Frist von sechs Monaten erzwingen, dass sich die EU dazu verpflichtet, ihre Autoexporte in die USA einzuschränken. Andernfalls werde die US-Regierung nach Ablauf der Frist Strafzölle auf Fahrzeuge und Fahrzeugteile verhängen, schreibt das Nachrichtenportal.“. Das heißt wie bei den Strafzöllen gegen China tritt ein Automatismus in Gang, wenn man sich nicht vorab einigen könne. Das hat viele Marktteilnehmer auch bei den China-Strafzöllen auf den falschen Fuß erwischt, die dachten, mit einer Nichtentscheidung könne man die Sanktionen schon irgendwie herauszögern und weiterverhandeln.

Die USA gehen jetzt mit einer doppelten Strategie gegen den chinesischen Telekommunikations-Ausrüster Huawei vor, wie Bloomberg heute berichtet: Zum einem soll Firmen wie Huawei der Verkauf ihrer Systeme in die USA verboten werden, weil die ein „Risiko für die nationale Sicherheit darstellen“. Was aber weit schwerer wiegt ist die Tatsache, dass Huawei der Zugang zu speziell für die 5G-Technologie erforderlichen Chips von beispielsweise Qualcomm oder Micron verboten werden soll. Damit wäre nicht nur der US-Markt für Huawei verloren, sondern gleich der komplette Weltmarkt. Es sei denn, Huawei könnte diese Komponenten von einem nicht-US Staat beziehen. Das könnte – wenn man es zu Ende denkt, das langfristige Ende von Huawei bedeuten.  

Gold hat heute früh erneut versucht, die Marke von $1.300 zu erreichen. Nachdem sich aber dieser Versuch im Laufe des Tages als erfolglos herausgestellte, fiel das Gelbe Metall bis auf $1.290.

Gold & Gesellschaft

“Ohne Mampf kein Kampf“ heißt es bei der Bundeswehr. Eine Armee, die nicht ordentlich mit Nahrung und Wasser versorgt wird, kann auch nicht effektiv kämpfen.

Die meisten Menschen sind kultiviert und achten auf das Gesetz, da sie statt sind. Nimmt man diesen Menschen und ihren Familien das Essen weg, geht die Illusion der Gesellschaft auf Kultiviertheit innerhalb von neun Mahlzeiten in drei Tagen dahin. Keine Polizei oder sonstige Gesetzesmacht kann hoffen, das Verhalten von hungernden Massen unter Kontrolle bringen zu können. Schon gar nicht in einer Demokratie, wo nicht primär Freiheit und Selbstverantwortung im Vordergrund steht, sondern Wohlstand und Vertrauen in den Staat. Gemeinsam mit dem Wohlstand kommt die Erwartungshaltung, dass der Staat diesen Wohlstand auszuweiten habe – oder zumindest den Status Quo halten könne. Demokratien reagieren sehr sensibel auf schwere Krisen, wie wir sie in der Weimarer Republik beobachten konnte. Die Stabilität der der Nachkriegs-Demokratie in Westdeutschland beruhte im Wesentlichen darauf, dass der Staat mittels der Sozialen Marktwirtschaft stets für ein Wachstum sorgen konnte: Ein hungernder Mensch kann niemals ein guter Bürger sein.

Die Weltbank hält in einer Studie fest, dass steigende Nahrungsmittelpreise seit dem Jahr 2007 in 37 Ländern zu insgesamt 51 Hungerrevolten geführt haben: „Preisschocks bei Nahrungsmitteln können Konflikte und politische Instabilität auslösen und verschärfen“, so die Weltbank-Studie.

Verschärft wird das ganze in Deutschland durch die seit dem Herbst 2015 zugeströmten Millionen von Flüchtlingen, die nicht nur von den Bürgern via Steuern versorgt werden müssen, sondern auch von vielfach freiwilligen deutschen Helfern bekocht. Da man in den Ländern und Kulturen, aus denen diese Flüchtlinge stammen, schnell einmal zur Waffe greift, um seine Interessen gegen Andere durchzusetzen, kann man sich das Potential möglicher Revoltierenden in etwa ausmalen. Während die deutsche Bevölkerung auf Kultiviertheit erzogen wurde, wird es bei den Flüchtlingen keine neun ausfallenden Mahlzeiten dauern, bis diese ihre Tagesration auf der Straße gewaltsam fordern werden.

Die Grünen legen mit ihrer Forderung eines de facto Fleischverbots die Axt an das Neun-Mahlzeiten-Prinzip. Sie glauben, das vegetarische und vegane Ernährung in Form staatlicher Verordnungen den Bürgern vorgeschrieben werden könne. Das wird zwar bei einer bestimmten deutschen Gesellschaftsgruppe funktionieren – beim Großteil jedoch nicht. Und erst recht nicht bei den zuströmenden Migranten. Die von Flüchtlings-Organisationen und diversen NGOs den Migranten eingeredeten Ansprüche an unsere Gesellschaft können so schnell zu einem Boomerang werden.

Marktdaten

EUR/USD 16.05.19 Kurs / Delta in Prozent
Gold 0,894 1.285,50 USD 1.149,24 EUR  
  -7,28 EUR -0,6%
Silber 0,894 14,52 USD 12,98 EUR  
  -0,20 EUR -1,5%
Platin 0,894 830,00 USD 742,02 EUR  
  -10,02 EUR -1,3%
Palladium 0,894 1.312,00 USD 1.172,93 EUR  
  -8,21 EUR -0,7%
NIKKEI225   21.051,02  
  -134,63 -0,6%
DAX30   12.290,27  
  195,52 1,6%
S&P500   2.887,27  
19:30 Uhr   35,74 1,3%

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