Selbstbedienungsladen Deutschland

Gold News vom 23. April 2019

Marktgeschehen

Die gut laufende US-Wirtschaft befeuert zur Zeit sowohl den US-Dollar als auch den S&P500 Aktienmarkt. Dieser stieg heute um ein erneutes Prozent aufgrund guter Quartals-Zahlen der Unternehmen an.

Gleichzeitig stehen alle vier Edelmetalle unter Druck, was sich beim Euro-Gold in stagnierenden Kursen wegen des starken US-Dollars niederschlägt.

Seit dem Oktober 2018 liegen wir bei einer Feinunze derzeit etwa 100 Euro höher. In Anbetracht der diversen Enteignungs-Bemühungen, die vor allen Dingen den Euro-Raum und Deutschland betreffen werden, tritt die Frage des Kursgewinnes in den Hintergrund. Zur Zeit geht es eher darum, sein Vermögen in Sicherheit zu bringen, als eine bestimmte Mindest-Rendite erzielen zu können.

Gold & Gesellschaft

Wir sind ein Land, an dessen Wertschöpfung und Ersparnisse sich jeder freizügig bedienen darf. Beispiel Sozialversicherung: Wir wissen, dass die Baby Boomer Generation in den nächsten Jahren in Rente gehen wird. Das bedeutet nicht nur höhere Rentenzahlungen, sondern auch steigende Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die Pflegeversicherung. Anstatt, dass die Politik versucht, die Kosten einigermaßen in den Griff zu bekommen, werden weitere Ausnahmetatbestände vor allen Dingen für die Klientel der SPD geschaffen, die jährliche Zusatzkosten von mehreren Milliarden Euro verursachen.

Völlig unberücksichtigt lässt die Politik dabei die Steuer- und Sozialversicherungs-Ausfälle, die die in Rente gehenden Baby Boomer verursachen werden. Das Problem vergrößert sich also nicht nur linear, sondern exponentiell, weil die nachwachsende Generation längst nicht mehr die Steuer- und Sozialversicherungs-Einnahmen bescheren wird, mit denen die Babyboomer-Generation hat aufwarten lassen. Die gut bezahlten Jobs in der Industrie werden immer mehr durch Posten beim Staat und prekären Arbeitsverhältnissen ersetzt. Hinzu kommt eine Generation der Flüchtlinge, die von der Sozialhilfe lebt, anstelle selbst durch Arbeit sein Einkommen zu erwirtschaften zu können.

Im Euro-System werden die massiven Exportüberschüsse, die Deutschland in Konkurrenz zu den anderen Ländern auf den internationalen Märkten erwirtschaften kann, europaweit mittels des Target 2-Systems verteilt. Wir lassen unsere Nachbarn insbesondere aus der Euro-Südschiene beliebig bei uns anschreiben, so dass Länder wie Italien und Griechenland überhaupt noch zahlungsfähig bleiben, um Deutsche Waren importieren zu können. Eine Rückzahlungsverpflichtung und einen Rückzahlungszeitraum gibt es nicht. Ebenso wenig wie Zinsen auf dieses geliehene Geld. Allein Italien hat auf diese Weise Target2-Verpflichtungen von 482 Mrd. Euro angehäuft. Das Geld ist weg.

Der von der IWF im Auftrag der französischen Industrie und Politik ins Spiel gebrachte Negativzins von 5-6 Prozent pro Jahr bedeutet für die deutschen Sparer ein Entwertung ihrer privaten Ersparnisse. Der Betrag summiert sich pro Jahr bei einem Geldvermögen von 6.000 Mrd. Euro auf jährlich 360 Mrd. Euro pro Jahr.

Wer vor diesen Negativ-Zinsen in das Bargeld flüchten will, sieht sich der nächsten Gefahr ausgesetzt: Negativ-Zinsen auf das Bargeld – sogenanntes Schwundgeld, wie es einst der Freigeld-Spinner Silvio Gesell vorhatte, um die Bürger zum Geldausgeben zu zwingen.

Marktdaten

EUR/USD 23.04.19 Kurs / Delta in Prozent
Gold 0,8923 1.271,20 USD 1.134,29 EUR  
  0,75 EUR 0,1%
Silber 0,8923 14,80 USD 13,21 EUR  
  -0,13 EUR -1,0%
Platin 0,8923 887,00 USD 791,47 EUR  
  -6,06 EUR -0,8%
Palladium 0,8923 1.372,00 USD 1.224,24 EUR  
  -22,79 EUR -1,8%
NIKKEI225   22.258,28  
  174,37 0,8%
DAX30   12.241,77  
  28,46 0,2%
S&P500 19:30 Uhr 2.933,39  
    28,05 1,0%

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