Business Continuity Plan
03.03.2020 19:30
Gold News vom 3. März 2020
Marktgeschehen
*** Es geht derzeit drunter und drüber. Deshalb hier nur ein kurzer Abriss ***
Der kräftige Einbruch des Goldpreises vom letzten Freitag hatte einen guten Grund: Die FED senkte heute nämlich „überraschend“ den Zinssatz um einen halben Prozentpunkt – oder 50 Basispunkte - auf 1-1,25 %. Gold stieg unmittelbar nach Bekanntwerden dieser Nachricht auf $1.640 die Feinunze. Im Vergleich zu den gestrigen Notierungen markiert das einen Anstieg um drei Prozent.
Trotz des gestrigen Kursfeuerwerks an den US-Börsen ist heute früh im asiatischen Handel der NIKKEI nämlich wieder um 1,2 Prozent gefallen. Denn gelöst ist in der Krise, die durch den Covid-19 Virus, der sich inzwischen auch in den USA und Europa durch die Wirtschaft frisst, überhaupt nichts. So reagierte der US-Aktienmarkt gegen 18:00 Uhr auch verhalten auf diese Nachricht und gab wieder ein Prozent seiner gestrigen Kursgewinne ab. Auch Washington hat trotz einer professionell arbeitenden Gesundheitsbehörde CDC noch kein Rezept finden können, um die Verbreitung des Virus stoppen oder zumindest anhalten zu können. Massive Quarantäne-Maßnahmen, wie sie China die letzten Wochen und Monate durchgezogen hatte, funktionieren einfach in offenen und demokratischen Gesellschaften nicht.
Andere relevante Themen stichpunktartig:
- Die Linke wollen ein Prozent der Deutschen, nämlich die "Reichen" erschießen lassen
- Macron will Schutzmasken für seine Mitarbeiter im Gesundheitswesen beschlagnahmen lassen
- Eventuell hat sich ein CDU-Abgeordneter, der mit den Linken zusammen Bodo Ramelow wählen wollte, mit Covid-19 imfiziert
Gold & Gesellschaft
Die Krise des Covid-19 Virus hat nicht nur die demokratischen Länder im Osten Asiens wie Südkorea und Japan schwer erwischt. Sondern inzwischen auch den Norden Italiens, sowie Deutschland und Frankreich. Und auch die Vereinigten Staaten haben derzeit nicht mehr die Coolness, wie deren Präsident noch die letzte Woche zu verkünden glaubte.
„Wir haben alles unter Kontrolle“ und „So etwas wird uns sicher nicht passieren“ sind einige Sprüche, die wir noch vor nicht allzu langer Zeit gehört haben. Im Iran scheint sich derzeit selbst die Führung des Landes angesteckt zu haben. Es ist also im wahrsten Sinne des Wortes todernst.
Während der Effekt der brechenden Lieferketten jetzt in den Produktionshallen anzukommen scheint, gibt es ein weiteres Problem. Nämlich das, wie man Arbeiter und Angestellte überhaupt noch einigermaßen sicher in die Unternehmen bekommt, damit die Fertigung nicht völlig zusammenbricht. Dazu gehören so einfache Fragen wie die Einrichtung von abgeschirmten Produktionszonen, die nicht beispielsweise durch eine gemeinsame Großkantine für alle Mitarbeiter wieder ad absurdum geführt würde. Oder Schutzmaßnahmen wie Masken und Desinfektionsmittel, deren Bereitstellung in die Verantwortung des Arbeitgebers fällt. Oder kann man bestimmte Jobs auf eine relativ sichere Umgebung, das sogenannte Home Office verlagern? Kann man auch den Weg zur Arbeitsstätte sicherer gestalten, in dem man die Mitarbeiter ermutigt, auf den öffentlichen Nahverkehr möglichst zu verzichten. Z.B. durch Nutzung des Fahrzeugs, des Fahrrads oder schlichtweg zu Fuß.
Das sollte in einem, neudeutsch genannten, Business Continuity Plan stehen. Und der sollte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch ab-und-zu erprobt werden.
Wir werden sehen, wie gut sich deutsche Unternehmen auf die jetzige Krise im Vorfeld vorbereitet haben.
Aber genauso wichtig ist, ob man für sich und seine Familie einen eigenen Continuity Plan besitzt. Sind genügend Finanzmittel vorhanden, um laufende Zahlungen während der Krise sicherzustellen? Wie sieht es mit Lebensmitteln aus; gehört man zu denjenigen, die fast täglich Ware Nachkaufen müssen? Oder verfügt man durch Wocheneinkäufe über genug Waren, um eine Woche ohne Einkäufe überstehen zu können? Oder besitzt man sogar ausreichend Vorräte, um mehrere Wochen über die Runden zu kommen?
Dass das keine theoretischen Fragen sind, zeigt die Abriegelung ganzer Städte in Norditalien.
Marktdaten
EUR/USD | 03.03.20 | Kurs / Delta | in Prozent | |
Gold | 0,8957 | 1.643,10 USD | 1.471,72 EUR | |
45,46 EUR | 3,2% | |||
Silber | 0,8957 | 17,19 USD | 15,40 EUR | |
0,43 EUR | 2,9% | |||
Au/Ag | 95,6 | |||
[ratio] | 0,3 | 0,3% | ||
Platin | 0,8957 | 866,00 USD | 775,68 EUR | |
9,90 EUR | 1,3% | |||
Palladium | 0,8957 | 2.378,00 USD | 2.129,97 EUR | |
-11,70 EUR | -0,5% | |||
NIKKEI225 | 21.095,24 | |||
-249,64 | -1,2% | |||
DAX30 | 11.913,83 | |||
51,26 | 0,4% | |||
S&P500 | 19:30 Uhr | 3.030,93 | ||
18,96 | 0,6% |
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