„Keiner hat mehr Geld“

Gold News vom 14. April 2021

Gold & Gesellschaft

Die US-Geldmenge M2 ist innerhalb eines Jahres um 25,8 Prozent gestiegen. Bis zum Jahr 2019 betrug der durchschnittliche jährliche Anstieg 6,8 Prozent.

Derweil berichtet das ARD-Börsenmagazin von gestern, dass der Handel zwischen Deutschland und China sowie von China in die Vereinigten Staaten regelrecht für das Erste Quartal 2021 explodiert ist: Plus 60,5 Prozent bei den Importen nach Deutschland und 74,4 Prozent bei den Warenlieferungen in die USA. Aber das war ja gerade die Zeit, wo China wegen der dortigen massiven Pandemie-Maßnahmen wirtschaftlich praktisch still stand.

Auf der anderen Seite erfahren wir, dass die wirtschaftliche Situation in der bisherigen spanischen Boom-Region Katalonien mit der Hauptstadt Barcelona katastrophal sei: Keiner hat mehr Geld; und jeder hoffte auf kräftige Geldspritzen aus Deutschland, die auch wegen des Prüfungsverfahrens beim Bundesverfassungs-Gericht bislang ausgeblieben sind.

Was ist eigentlich aus dem großmundig versprochenen spanischen Bedingungslosen Grundeinkommen geworden? Findet sich einfach kein Financier in Form von Deutschland, der die Rechnung begleichen kann.

So ist das eben, wenn man sich wie Spanien, Italien und Frankreich freiwillig in den Währungskerker Euro begibt. Und das, obwohl man sich zur europäischen Crème de la Crème zählt.

Das ist eben das Hauptmerkmal des Zufalls einer Währung. Wir sehen immer nur die hyperinflationären Daten aus der Weimarer Republik der späten Zwanziger Jahre; vergessen aber, dass ein Währungszerfall insbesondere mit einem starken Einbruch wirtschaftlicher Aktivität verbunden ist, weil kaum noch jemand ausreichende Mengen an Geld besitzt.

Selbst die Autobahn GmbH, die für den Bund die Autobahnen, Fernstraßen und deren Brücken betreibt, scheint laut Handelsblatt nicht mehr in der Lage zu sein, ihre Rechnungen an die Baufirmen zu begleichen. Die Folge: Die Firmen stellen ihre Arbeit erst einmal ein.

Im Artikel „Chaos bei der Autobahn GmbH: Unternehmen stoppen Arbeiten auf Baustellen  schreibt das HANDELSBLATT heute: „Die Autobahngesellschaft bezahlt ihre Rechnungen weiterhin nicht. Nun ziehen die beauftragten Firmen Konsequenzen – und legen die Baustellen still.“ Und wenn wir weiterlesen, wissen wir auch warum. So heißt es in dem Bericht: „Die Kurznachricht von Bauunternehmer Jan-Gerd Kröger alarmierte Bremens Verkehrssenatorin Maike Schaefer: Wegen „unbeglichener Rechnungen“ der bundeseigenen Autobahn GmbH werde es zu „Arbeitsniederlegungen“ kommen, las die Grünen-Politikerin auf ihrem Mobiltelefon. Kröger werde die Wartung und Instandhaltung der 2500 Brücken und Bauwerke auf den Bundesstraßen in seinem Bundesland Bremen Anfang der kommenden Woche einstellen.

Man braucht sich gar nicht bei der Themen-Recherche großartig zu bemühen. Denn Nachrichten aus der Real-Wirtschaft treten nebst dem Corona-Thema, an dem sich ein Großteil der Artikel-Schreiber derzeit abmüht – meistens ohne eine wirkliche Nachricht zu liefern – in den Hintergrund. Zu Unrecht, meinen wir.

Hat der deutsche Staat, der bislang immer vorgab, über endlose Gelder zu verfügen, vor der Krise kapituliert? Anzunehmen ist es, denn an vielen Stellen bekommt die Staumauer von dem für allmächtig gehaltenen Staat gefährliche Risse.

Wahrscheinlich noch gefährlicher, als die vielen maroden Brückenbauwerke, über die sich der PKW- und Schwerlastverkehr tagtäglich bewegen muss.

Marktdaten

EUR/USD 14.04.21 Kurs / Delta in Prozent
Gold 0,8349 1.735,00 USD 1.448,55 EUR  
  -12,93 EUR -0,9%
Silber 0,8349 25,43 USD 21,23 EUR  
  0,03 EUR 0,2%
Au/Ag   68,2  
[ratio]   -0,7 -1,0%
Platin 0,8349 1.171,00 USD 977,67 EUR  
  11,89 EUR 1,2%
Palladium 0,8349 2.590,00 USD 2.162,39 EUR  
  -18,57 EUR -0,9%
NIKKEI225   29.636,40  
  -118,04 -0,4%
DAX30   15.213,53  
  -30,88 -0,2%
S&P500 20:30 Uhr 4.144,92  
    13,57 0,3%

Kommentare zu diesem Thema

- Noch kein Kommentar vorhanden -

zurück zur Liste Kommentar schreiben